MaaS: Was ist „Malware-as-a-Service“?

Während Malware das Schadprogramm selbst ist, ist Malware-as-a-Service (MaaS) die kriminelle Lieferkette dahinter

MaaS beschreibt nicht die Infektion, sondern das System hinter einem Angriff auf deine Geräte. Hacker entwickeln Malware und vermieten diese direkt als fertigen Dienst an Angreifer. Cyberkriminelle nutzen oft externe technische Unterstützung, um Angriffe im großen Stil durchzuführen. Dazu greifen sie je nach Art des Angriffs auf bestimmte Dienste, Programme oder Anwendungen von Drittanbietern zurück.

Genau das ist Malware as a Service: ein spezialisierter Dienst, den weltweit kriminelle Akteure gegen Bezahlung anbieten. Solche Dienste können auch Kriminellen ohne tiefgehende technische Kenntnisse den Zugang zu Schadsoftware erleichtern.

MaaS wird unter anderem im Dark Web und über einschlägige Untergrundforen angeboten. Das Dark Web ist ein versteckter Bereich des Internets, der nur mit spezieller Software zugänglich ist. Nach dem Vorbild klassischer Software-as-a-Service-Modelle bieten Entwickler ihre Software dort ganz genau wie ein reguläres Produkt an. Mit Preislisten, Support und teils sogar Kundenbewertungen.

MaaS fungiert so als eine Art digitaler Supermarkt für Schadsoftware und cyberkriminelle Dienstleistungen. Das wären zum Beispiel Spyware, Banking-Trojaner oder Infostealer. Ein spezialisiertes Untermodell davon ist Ransomware-as-a-Service, bei dem Cyberkriminelle Erpressungssoftware zum Verschlüsseln von Daten mieten. Im Gegensatz zu unauffälliger Schadsoftware ist dieses Modell auf Erpressung ausgerichtet, indem für die Freigabe verschlüsselter Daten Lösegeld gefordert wird.

Ransomware-as-a-Service

Eine der bekanntesten Varianten von MaaS ist Ransomware as a Service (RaaS). Hier stellen Entwickler ihre Schadprogramme anderen Kriminellen, sogenannten Affiliates, gegen eine Gewinnbeteiligung am erpressten Lösegeld zur Verfügung.

Bei einem Ransomware-Angriff beispielsweise übernehmen Cyberkriminelle die Kontrolle über ein Gerät und verschlüsseln die darauf gespeicherten Daten. Anschließend fordern sie ein Lösegeld für deren Freigabe.

Dafür können sie beispielsweise den Zugang zu einem Botnetz erwerben. Also zu einem Netzwerk gekaperter Geräte, über das sich die Schadsoftware verbreiten kann. Gegen Bezahlung können die Kriminellen ein persönliches Konto erhalten, von dem aus sie den Angriff steuern. Zusätzlich können sie technischen Support durch die Betreiber in Anspruch nehmen.

Ähnliche Modelle gibt es auch für Phishing. Eine Form des Social Engineering, bei der sich fertige Phishing-Kits mieten lassen.

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Wie kannst du dich vor MaaS-Angriffen schützen?

Um das Risiko eines Cyberangriffs zu verringern, sollte man folgende Maßnahmen befolgen. So wird es Cyberkriminellen schwerer gemacht und digitale Informationen sowie Geräte vor Schadsoftware geschützt:

Antivirenprogramm nutzen

Installiere eine zuverlässige Sicherheitssoftware auf allen Geräten und halte sie aktiv.

Updates durchführen

Halte Betriebssystem, Apps und Webbrowser stets auf dem neuesten Stand.

Offizielle Quellen nutzen

Installiere Apps ausschließlich aus offiziellen Stores und lade keine Programme von unbekannten Websites herunter.

Vorsicht bei E-Mails

Klicke nicht auf verdächtige Links und lade keine Anhänge von unbekannten Absendern herunter. Gib sensible Daten nur auf vertrauenswürdigen Seiten ein.

Regelmäßige Backups

Erstelle Sicherungskopien wichtiger Dateien außerhalb des Computers (z. B. auf einer externen Festplatte oder in der Cloud).

Cloud absichern

Schütze deine Cloud-Zugänge immer mit einer Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

Im Notfall schnell handeln

Trenne das betroffene Gerät bei einem Ransomware-Angriff umgehend vom Netzwerk, um eine Ausbreitung zu verhindern.

Weitere Informationen findest du beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Hier erhältst du Informationen und Hilfestellungen, um deine Daten und Systeme im digitalen Alltag optimal zu schützen.

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