Rogueware: Schadsoftware getarnt als Virenschutz

Rogueware ist Schadsoftware, die sich als Antivirenprogramm ausgibt und gefälschte Virenwarnungen anzeigt.

Rogueware bezeichnet betrügerische Software, die beispielsweise eine vermeintliche Sicherheitsbedrohung vortäuscht, um Nutzer zu Zahlungen oder zur Installation weiterer Schadsoftware zu bewegen. Somit funktioniert Rogueware nach dem Prinzip eines Trojaners - ein Schadprogramm, das sich als nützlich tarnt, um Nutzer*innen zur freiwilligen Installation zu bewegen. 

Rogueware und Scareware werden oft verwechselt. Scareware ist der Oberbegriff für irreführende Warnmeldungen, die Beunruhigung erzeugen sollen. Rogueware geht meist einen Schritt weiter: Sie tarnt sich als seriöse Antiviren- oder Sicherheits-App, meldet gefälschte Probleme und will Nutzer*innen dazu bringen zu zahlen, weitere Software zu installieren, oder persönliche Daten preiszugeben.

Wie funktioniert Rogueware?

Rogueware täuscht vor, dass ein Gerät mit Viren oder anderer Schadsoftware infiziert ist. Dazu zeigen Kriminelle gefälschte Sicherheitswarnungen an, die Nutzer verunsichern und zu schnellem Handeln bewegen sollen. Häufig werden sie aufgefordert, eine vermeintliche Sicherheitssoftware herunterzuladen oder eine kostenpflichtige Vollversion zu kaufen. Doch statt das Gerät zu schützen, kann die Software selbst schädlich sein, persönliche Daten ausspähen oder weitere Schadprogramme installieren.

Verbreitet wird Rogueware unter anderem über manipulierte Webseiten, gefälschte Werbeanzeigen oder Phishing-E-Mails mit schädlichen Links und Anhängen.

So erkennst du Scareware-Angriffe

Scareware an sich bezeichnet Software die gezielt Panik auslösen soll. Rogueware ist eine Unterart davon und zeigt sich somit auch als Warnmeldung, die dem Nutzer aber zusätzlich vortäuscht, eine echte Antiviren- oder Bereinigungssoftware zu sein. 

Im Ernstfall hilft ein Blick in den Task-Manager. Dort sieht man alle aktiven Prozesse. Falls du selbst betroffen bist, prüfe die Liste der installierten Programme genau. Unbekannte Software muss sofort gelöscht werden.

Betrüger bieten manchmal auch einen falschen technischen Support an. Rufe Nummern aus solchen Pop-ups niemals an. Solange du die Meldung nicht anklickst, wird dein Gerät nicht infiziert – denn der bloße Besuch der Website reicht dafür nicht aus. 

In anderen Fällen erscheinen Rogueware-Benachrichtigungen, weil bereits zuvor unbemerkt Schadsoftware installiert wurde. Dies geschieht zum Beispiel durch Adware, also aufdringliche, ungewollte Werbeeinblendungen in Pop-ups oder Symbolleisten (Toolbars).

Entwickelt für mehr Sicherheit beim Banking

Dank innovativer Technologie werden deine täglichen Bankgeschäfte mit BBVA noch sicherer.

Wie kann man sich vor Rogueware schützen?

  • Browser, Betriebssystem und Apps deiner Geräte stets aktuell halten.
  • Ein Antivirenprogramm installieren und aktiv halten, sollte noch keines vorhanden sein.
  • Apps ausschließlich aus offiziellen Stores wie Play Store oder App Store herunterladen.
  • Bei Online-Käufen oder der Eingabe persönlicher und Bankdaten sicherstellen, dass die Adresse mit https:// beginnt und ein geschlossenes Vorhängeschloss oben in der Adressleiste zu sehen ist.
  • Keine Programme oder Apps über unerwartete Links aus E-Mails, SMS-Nachrichten oder dergleichen herunterladen.
  • Bei Pop-up-Viruswarnungen auf dem Android-Gerät Ruhe bewahren und nicht vorschnell klicken. 
  • Die gängigsten Browser bieten Funktionen, um Sicherheitslücken oder betrügerische Websites zu erkennen;

- In Google Chrome lässt sich der Geräteschutz über die Einstellungen (drei Punkte in der Adressleiste) und anschließend „Sicherheitscheck“ prüfen.             

-  In Firefox können unter „Einstellungen“ – „Datenschutz & Sicherheit“ gefährliche Downloads blockiert und Warnungen vor unerwünschter Software aktiviert werden.

Was tun, wenn Bankdaten eingegeben wurden?

Besteht der Verdacht, dass sensible Daten auf einer manipulierten Seite eingegeben wurden, ist schnelles Handeln entscheidend. Der wichtigste erste Schritt ist das sofortige Sperren der betroffenen Zahlungskarte.

In der BBVA App lässt sich die Karte bei Unregelmäßigkeiten mit wenigen Klicks sperren, um unberechtigte Abbuchungen direkt zu stoppen. Aktivierte Push-Mitteilungen informieren zudem über jede Kontobewegung in Echtzeit. Bei Auffälligkeiten steht der Kundenservice rund um die Uhr zur Verfügung.

BBVA wird Sie niemals per Pop-up, SMS oder E-Mail auffordern, Zugangsdaten, TANs oder Kartendaten einzugeben.

Fazit

Digitale Sicherheit muss nicht kompliziert sein. Wer weiß, wie Scareware und dessen Unterart Rogueware funktioniert, lässt sich von dramatischen Meldungen nicht mehr verunsichern.

Ein gepflegtes System und ein ruhiger Klick bilden bereits ein verlässliches Fundament. So bist du im digitalen Alltag jederzeit entspannt und sicher unterwegs.

FAQS

Mehr als 82 Millionen Menschen weltweit vertrauen uns bereits. Schließe dich an!

Eröffne dein BBVA Girokonto in nur wenigen Minuten, lade es auf und nutze es sofort.

Andere fanden auch interessant